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Im Schatten globaler Krisen: Zwischen Kontrolle und Selbstbestimmung
Politik & Gesellschaft 12. April 2026 11 Min.

Im Schatten globaler Krisen: Zwischen Kontrolle und Selbstbestimmung

Wie die entfaltende Ölkrise, digitale Wallets und technokratische Maßnahmen zu einem neuen Werkzeug zentralisierter Kontrolle werden – und warum der Ausweg in parallelen, selbstbestimmten Strukturen liegt.

Ölkrise CBDC Great Reset Agenda 2030 Technokratie Selbstbestimmung EUDI-Wallet

Ich möchte diese Plattform grundsätzlich der Präsentation lösungsorientierter Philosophien und alternativer Perspektiven widmen. Ich fokussiere mich auf die Ursachen der vorherrschenden Machtstrukturen und weniger auf die Symptome. Dennoch ist es teilweise unabdingbar, die globalen machtpolitischen Entwicklungen zu erkennen, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Wir alle treffen im privaten und familiären Kreis strategische Entscheidungen und sollten deshalb bestmöglich informiert bleiben. Dieser Artikel soll deine Sinne für die bevorstehenden Zeiten schärfen. Nichtsdestotrotz ist nichts davon unausweichlich. Tatsächlich liegt es an uns.

Oft ist es hilfreich, die langfristigen Pläne und Ziele der einflussreichen Gruppen aus Wirtschaft und Politik zu kennen. Ich spreche hier unter anderem von der offiziellen Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN), der „Great Reset”-Initiative des Weltwirtschaftsforums (WEF) oder der „unbemannten Zukunft” von Europol. Diese Visionen sind offen kommuniziert und mit ein wenig Eigeninitiative und Recherche frei einzusehen. Auch wenn viele extremistische Kräfte aus dem linken und rechten politischen Spektrum diese Themen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, sind sie noch lange keine Verschwörungstheorie. Um die globalen Geschehnisse zu verstehen, ist es entscheidend zu verstehen, wo die Reise hingehen soll.

In den vergangenen Jahren wirkte die globale Corona-Krise für viele wie Chaos. Politiker und hochrangige Experten agierten scheinbar eigenverantwortlich und waren oftmals mit der neuen Situation überfordert. Menschen auf der ganzen Welt sahen sich plötzlich mit wirtschaftlichen Engpässen, Gesichtsmasken und Lockdowns konfrontiert, die sie sich kurz zuvor noch nicht einmal vorstellen konnten. Wer jedoch erkannte, dass die einflussreichsten Institutionen und Stiftungen im Gesundheitssektor nur wenige Monate vor Ausbruch der Pandemie genau diese Situation simuliert hatten, der erkannte im großen Chaos feine Muster. So hatten die Bill & Melinda Gates Stiftung, das Weltwirtschaftsforum (WEF) und die Johns-Hopkins-Universität mit dem Event 201 bereits im Oktober 2019 Lockdowns, wirtschaftliche Engpässe, Gesichtsmasken und sogar die Bekämpfung aufkommender Protestbewegungen simuliert und ausgewertet.

Kurz darauf kam es dann zum Feldversuch, bei dem die zentralisierte Führung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) taktgebend war. Unter dem Vorwand von Schutz und Sicherheit wurden individuelle Freiheiten eingeschränkt, Mangelwirtschaft erzeugt und digitale Kontrollstrukturen implementiert. In diesem Zusammenhang entstand im Jahr 2020 die Great-Reset-Initiative gemeinsam mit Prinz Charles und seiner „Sustainable Markets Initiative”. Auch Bill Gates und seine Stiftung, die als größter privater Spender der WHO gilt, waren während der Corona-Jahre in aller Munde. Diese selbsternannten Philanthropen, Königshäuser und Politiker behaupteten, für das Wohlergehen der Menschheit zu arbeiten. Doch nicht zuletzt die veröffentlichten Epstein-Files lassen dieses Image erschüttern und sollten jeden ernsthaft dazu bewegen, das eigene Weltbild zu hinterfragen. Viele eigenständige Nachforscher bestehender Machtstrukturen sprechen deshalb verständlicherweise von der „Epstein-Kaste”, wenn von der führenden Elite aus Macht und Kapital die Rede ist.

Die Ölkrise als Covid 2.0?

Nun scheint es so, als müsse sich die Welt mit dem Krieg im Nahen Osten und der entfaltenden Ölkrise auf ein neues globales Krisenszenario einstellen. Betrachten wir die bisherigen Geschehnisse daher einmal im umfassenden Kontext der zuvor genannten Visionen supranationaler Organisationen sowie verwandter Themen wie 15-Minuten-Städte, Smart Cities, digitale Identitäten und digitale Zentralbankwährungen. Dabei sollten wir auch die Kritiker im Hinterkopf behalten, die im Rahmen dieser Maßnahmen vor einem wachsenden technokratischen Staat, digitaler Überwachung und einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit warnen.

Am 16. März 2026 kommentierte der Exekutivsekretär der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) die momentane Situation gegenüber Reuters wie folgt:

„Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, um diese Energiewende voranzutreiben und Abhängigkeiten zu durchbrechen, die die Volkswirtschaften gefesselt haben, dann ist es jetzt.”

Kurz darauf reagierten die ersten europäischen Länder. So führte die portugiesische Regierung am 19. März potenzielle Preisobergrenzen für Energiepreise ein. Sollte diese Grenze überschritten werden, würde offiziell eine Energiekrise ausgerufen und von oben nach unten eingegriffen werden. Die Strompreisobergrenzen würden mit Energieeffizienzmaßnahmen einhergehen: Haushalte müssten ihren Verbrauch auf 80 % des Vorjahresniveaus und Unternehmen auf 70 % senken.

Einen Tag später veröffentlichte die International Energy Agency (IEA) ihren Bericht mit dem Titel „Sheltering from Oil Price Volatility” („Schutz vor Ölpreisschwankungen”). Für alle, die es nicht wissen: Die IEA ist eine der einflussreichsten Organisationen in der globalen Energiepolitik. Ihre Top-Down-Prognosen und Empfehlungen prägen die Entscheidungen nahezu aller westlichen Regierungen. Die IEA ist im Energiesektor quasi das, was die WHO im Gesundheitswesen ist.

In ihrem Bericht vom 20. März stellt die IEA einen 10-Punkte-Plan vor. Darin fordert sie Regierungen auf, das Autofahren einzuschränken, Flüge zu reduzieren, Homeoffice zu erzwingen oder das Kochen mit Gas zu verbieten.

Anfang April hat die IEA zudem einen „Energy Crisis Policy Response Tracker” veröffentlicht. Dieser Tracker erfasst politische Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise. Damit werden die Maßnahmen aller Länder zur Bewältigung der sich entwickelnden globalen Ölkrise von zentraler Stelle vorgegeben, gesteuert und verfolgt. Dies ist vergleichbar mit der Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) während der Corona-Krise.

Dabei betrifft die Ölkrise nicht nur den Energiesektor. So schreibt die RNZ in Neuseeland: „Einen Monat nach Ausbruch des Krieges im Iran droht sich die zunehmende Verknappung von Rohöl zu einer Verknappung fast aller Güter auszudehnen.” Diese Krise hat zu einem sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise geführt und das Angebot an Petrochemikalien verknappt. Petrochemikalien werden für die Herstellung von Alltagsgegenständen wie Schuhen, Kleidung und Plastiktüten benötigt. Die Preise für Materialien wie Kunststoff, Gummi und Polyester steigen. Medikamente und Düngemittel können nicht mehr produziert werden.

Viele Regierungen schütten nun Subventionen aus und drucken neues Geld, um die Wirtschaft im eigenen Land noch etwas länger am Laufen zu halten. Damit kauft man sich etwas Zeit, bis man schmerzlich merken wird, dass sich Plastik, Medikamente oder Lebensmittel nicht wie Geld drucken lassen. Zudem treibt man die Inflation weiter an. Das wird früher oder später die Idee sogenannter digitaler Energieentlastungsgutschriften oder ähnlicher Konzepte auf den Plan bringen. Diese erfolgen möglicherweise in Form von Direktzahlungen auf die digitalen Geldbörsen der Nutzer (CBDC). Dabei handelt es sich um eine programmierbare, zentrale digitale Währung, die ausschließlich für Kraftstoff oder bestimmte energiebezogene Kosten verwendet werden kann. Ein solches System wurde bereits Ende Februar in Indien eingeführt. Im Rahmen des Programms werden den ausgewählten Begünstigten dort Lebensmittelzuschüsse in Form von programmierbaren CBDC-Tokens direkt auf ihre Wallets gutgeschrieben.

Das europäische Pendant dieser digitalen Wallets heißt European Digital Identity Wallet (kurz: EUDI-Wallet) und wird von der Europäischen Union mit Nachdruck eingeführt. Bis zum Ende dieses Jahres muss demnach jeder EU-Mitgliedsstaat ein Wallet für seine digitalen Ausweise bereitstellen.

Mithilfe dieser digitalen Wallets können programmierbare Energiegutschriften für jede Regierung umgesetzt werden, sobald die Bevölkerung die gestiegenen Preise nicht mehr bezahlen kann. Diese Gutschriften können von zentraler Stelle mit Knopfdruck an digitale IDs gebunden werden, nur auf bestimmte Einkäufe anwendbar sein und nach einer bestimmten Zeit verfallen. Passiert das inmitten einer globalen Krise, in der die meisten Menschen auf Öl und andere verknappte Güter angewiesen sind, um zur Arbeit zu gelangen und ihre Familien zu ernähren, dann werden nur die wenigsten eine Wahl haben. Die Menschen werden sich, ähnlich wie bei der Impfung vor ein paar Jahren, in Massen dafür anstellen – in der leisen Hoffnung auf ein wenig Normalität und Sicherheit.

Damit wird die Infrastruktur für die vollständig kontrollierbare und nachverfolgbare Natur von digitalen Zentralbankwährungen tatsächlich global und flächendeckend umgesetzt. Die Machthabenden werden diese zentralisierten Systeme selbstverständlich als effizient, betrugssicher und in der Energiekrise unverzichtbar anpreisen. Und womöglich wird der eine oder andere Leser dieser Argumentation Glauben schenken. Ich möchte jedoch zu bedenken geben, dass diese zentralisierten und digital gesteuerten Maßnahmen, nachdem sie einmal umgesetzt wurden, nicht mehr umkehrbar sind. Wer ab diesem Zeitpunkt an der Macht ist, hat eine noch nie dagewesene Kontrolle über jeden Bürger. Denn wenn man einem Menschen mit Knopfdruck jegliche finanzielle Kapazität entziehen kann, wird es für ihn lebensbedrohlich, sich kritisch gegenüber dieser Macht zu äußern. In weiser Voraussicht sollte darauf hingewiesen werden, dass die Menschen in der gesamten Menschheitsgeschichte bisher immer für Freiheit und Selbstbestimmung gekämpft haben und nicht für Zensur und Kontrolle.

Wege aus der Abhängigkeit

Anstatt angesichts des aufziehenden Sturms in Angst und Panik zu verfallen, ist es an der Zeit, bewusste und langfristig konstruktive Entscheidungen zu treffen. Wer für sich und seine Familie keine Zukunft in einem technokratischen Überwachungsstaat sieht, sollte jetzt damit beginnen, parallele Strukturen zu schaffen, die den eigenen Werten und Prinzipien entsprechen. Ich rede von Selbstversorgung, Tauschbörsen, lokalen Netzwerken, Nachbarschaftshilfen, informeller Kooperation und lokaler Kultur. Das sind Unterfangen, die nach vorne gerichtet sind – friedlich und konstruktiv agieren. Denn wir schaffen mit unseren Gedanken, Worten und Handlungen unsere Realität.

Es wird auch kein Politiker oder keine Partei daherkommen und alles zum Besseren wenden. Das Problem ist nicht die Besetzung der Regierungsposten, sondern die Regierung selbst. Den Regierungsapparat wird man nicht verändern können, denn dieser Machtapparat ist Teil eines Systems, das seine Aufgabe sehr effektiv erfüllt. Seine Aufgabe besteht jedoch nicht darin, die Bürger zu vertreten oder ihr Leben zu verbessern. Es geht vielmehr darum, die bestehende Macht und Kontrolle zu sichern oder auszubauen. Es ist entscheidend zu verstehen, dass Machthabende niemals genug Macht oder Reichtum haben werden.

Der Einzige, der dich retten kann, bist du selbst. Es liegt ganz bei dir, neue Wege zu finden. Schaue dir dazu meine Artikel aus der Kategorie „Agorismus” an. Ein neues Zeitalter entsteht nicht von selbst, sondern wird von Menschen wie dir und mir geschaffen. Ich verspreche dir, dass dieser Prozess Spaß machen, lohnend sein und dich auf allen Ebenen erfüllen wird. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, dieses neue Modell Wirklichkeit werden zu lassen.